Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
(DEHOGA Bundesverband)


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Übersicht der aktuellen Beschränkungen für das Gastgewerbe in Bayern

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Beschränkungen und Regelungen für das Gastgewerbe. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass bei Verstößen gemäß Infektionsschutzgesetz Bußgelder bis zu 25.000 €, Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren drohen können.

Hier gehts zur Verordnung vom 01.09.2020, zur Veränderungsverordnung vom 17.09.2020, zum Hygienekonzept Gastronomie, zur Änderungen des Hygienekonzeptes Gastronomie, zum Hygienekonzeptes Beherbergung und Änderungen des Hygienekonzeptes Beherbergung.

Wichtigste Keyfacts für das Wiederhochfahren des Gastgewerbes in Bayern:

  • Gültigkeit der aktuellen Vorgaben für die Öffnung gastgewerblicher Betriebe vom 19.09.2020 bis 03.10.2020.
  • Gilt für Gastronomiebetriebe jeder Art und für den Betrieb von Hotels und Beherbergungsbetrieben (Seit 19.09.2020 dürfen auch Bars und Kneipen in Bayern wieder öffnen - unter Auflagen).
  • Kneipen, Clubs, Diskotheken und vergleichbare Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen.
  • Vorgaben für die Öffnung der Gastronomie:
    • Keine eingeschränkten Öffnungszeiten.
    • Bei Gästen, die der aktuellen Kontaktbeschränkung unterfallen: Mindestabstand 1,5 m oder geeignete Trennvorrichtungen.
    • Maximal 2 Haushalte an einem Tisch bzw. 10 Personen aus verschiedenen Haushalten.
    • Für das Personal im Servicebereich oder in Bereichen, in denen ein Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, sowie für die Gäste, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden, gilt Maskenpflicht.
    • Um eine Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19-Falles unter Gästen oder Personal zu ermöglichen, ist eine Dokumentation mit Angaben von Namen und sicherer Erreichbarkeit (Telefonnr. oder E-Mail-Adresse bzw. Anschrift) einer Person je Hausstand und Zeitraum des Aufenthaltes zu führen. Die Daten sind nach Ablauf eines Monats zu vernichten.
    • Tische im Innenbereich sind grundsätzlich vorab zu reservieren. Gruppenreservierung für mehrere Tische ist unzulässig. Auch bei Spontanbesuchen sind Kontaktdaten aufzunehmen.
    • Eine Bewirtung wird an Tischen durchgeführt. Gäste müssen an Tischen platziert werden.
    • Jeder Betrieb hat über ein Lüftungskonzept zu verfügen.
    • Ein Schutz- und Hygienekonzept ist auszuarbeiten.
    • In geschlossenen Räumen ist Tanzen nicht zulässig, soweit es sich nicht um eine nach der Verordnung zulässige Veranstaltung handelt.
    • Aushangpflicht Gästeinformationen.
    • Die Betriebe schulen ihre Mitarbeiter (innerbetriebliche Maßnahmen) und berücksichtigen dabei deren speziellen Arbeits- und Aufgabenbereich, ihre Qualifikation und sprachlichen Fähigkeiten. Die Mitarbeiter werden über den richtigen Umgang mit Mund-Nasen-Bedeckung und allgemeine Hygienevorschriften informiert und geschult.
    • Seit 19.09.2020 dürfen auch Bars und Kneipen in Bayern wieder öffnen. Für erlaubnispflichtige Schankwirtschaften gilt ergänzend: 1. In geschlossenen Räumen muss die Bedienung am Tisch erfolgen; Abgabe und Verzehr von Getränken an der Theke oder am Tresen sind nicht zulässig. 2. In geschlossenen Räumen ist Musikbeschallung und -begleitung nur als Hintergrundmusik zulässig, soweit es sich nicht um nach dieser Verordnung zulässige Veranstaltungen handelt.
    • Wird in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt laut Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts eine Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 von 50 pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten, kann die zuständige Kreisverwaltungsbehörde anordnen, dass der Ausschank von alkoholischen Getränken in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr untersagt wird.
    • Details ergeben sich aus der oben verlinkten Verordnung und dem „Hygienekonzept Gastronomie.“
  • Vorgaben für die Hotelöffnung:
    • Aktuell gilt: Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege kann im Bayerischen Ministerialblatt Landkreise, Gemeinden oder abgegrenzte Gemeindeteile innerhalb Deutschlands bekanntgeben, bei denen aufgrund infektionsschutzrechtlicher Daten ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Betriebe nach Abs. 1 Satz 1 dürfen keine Gäste aufnehmen, die aus einem der nach Satz 1 bekannt gemachten Gebiete anreisen oder dort ihren Wohnsitz haben. Ausgenommen sind Gäste, die über ein ärztliches Zeugnis in deutscher oder englischer Sprache verfügen, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorhanden sind, und dieses der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde auf Verlangen unverzüglich vorlegen. Das ärztliche Zeugnis muss sich auf eine molekularbiologische Testung stützen, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem sonstigen Staat, den das Robert Koch-Institut in eine Liste von Staaten mit hierfür ausreichendem Qualitätsstandard aufgenommen hat, durchgeführt und höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden ist. Das Verbot der Aufnahme nach Satz 1 gilt ferner nicht für Gäste, die 1. zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst anreisen oder 2. einen sonstigen triftigen Reisegrund wie insbesondere einen Besuch bei Familienangehörigen nach § 2 Abs. 1 Nr. 1, eines Lebenspartners oder Partners einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, die Wahrnehmung eines Sorge- oder Umgangsrechts oder Beistand oder Pflege schutzbedürftiger Personen haben. Im Übrigen kann die zuständige Kreisverwaltungsbehörde in begründeten Einzelfällen auf Antrag weitere Ausnahmen zulassen. Für Einreisende aus Risikogebieten außerhalb Deutschlands gelten die Regelungen der Einreise-Quarantäneverordnung.
    • 1,5 Meter Abstand zwischen Gästen, die der aktuellen Kontaktbeschränkung unterliegen. Gäste, die der aktuellen Kontaktbeschränkung unterfallen, dürfen nicht zusammen in einem Zimmer oder einer Wohneinheit untergebracht werden.
    • Maskenpflicht für Personal im Servicebereich, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann und für Gäste, solange sie sich nicht am Tisch des Restaurantbereichs oder in ihrer Wohneinheit aufhalten.
    • Soweit in Kassen- und Thekenbereichen durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist, entfällt die Maskenpflicht für das Personal.
    • Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept sowie, falls Gästeparkplätze zur Verfügung gestellt werden, ein Parkplatzkonzept auszuarbeiten.
    • Die Zulässigkeit von Massagebehandlungen und Beauty-Anwendungen richtet sich nach der für diese Anwendungen geltenden Rechtslage. Die danach zulässigen körpernahen Dienstleistungen sind auch in den Beherbergungsbetrieben zulässig.
    • Die Nutzung von zugehörigen Schwimmbädern, Saunen, Wellness- und Fitnessbereichen richtet sich nach der für solche Einrichtungen geltenden Rechtslage.
    • Details ergeben sich aus der oben verlinkten Verordnung und dem „Hygienekonzept Beherbergung“
  • Spezielle Vorgaben für Veranstaltungen:
    • Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden (insbesondere Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen) sind mit bis zu 100 Teilnehmern in geschlossenen Räumen oder bis zu 200 Teilnehmern unter freiem Himmel gestattet, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen kann. Kinder werden unabhängig vom Alter bei der Zahl der Personen mitgezählt. Abweichend davon gelten die Gastronomieauflagen, wenn die Veranstaltung in einem gastronomischen Betrieb stattfindet. Die genannten Teilnehmer-grenzen gelten jedoch auch bei Veranstaltungen in einem gastronomischen Betrieb.
    • Tagungen, Kongresse und vergleichbare Veranstaltungen, die beruflich oder dienstlich veranlasst sind, sind unter folgenden Voraussetzungen zulässig: Mindestabstand von 1,5 m zwischen Personen, die der Kontaktbeschränkung unterliegen. In geschlossenen Räumen max. 100 und unter freiem Himmel max. 200 Teilnehmer. bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen beträgt die Anzahl der möglichen Teilnehmer in geschlossenen Räumen höchstens 200 und unter freiem Himmel höchstens 400. Für die Teilnehmer gilt in geschlossenen Räumen Maskenpflicht, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden oder das Wort haben. Der Veranstalter hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Für gastronomische Angebote gelten die Gastronomieauflagen. Die genannten Teilnehmergrenzen gelten jedoch auch bei Veranstaltungen in einem gastronomischen Betrieb. Bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen können die Teilnehmergrenzen überschritten werden, wenn nicht mehr als ein Besucher je 10 m2 Veranstaltungsfläche zugelassen wird.
    • Bei Detailfragen zur Durchführung von Veranstaltungen kontaktieren Sie bitte den DEHOGA-Bayern.