Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
(DEHOGA Bundesverband)


Am Weidendamm 1 A, 10117 Berlin
Fon 030/72 62 52-0, Fax 030/72 62 52-42
info​[at]​dehoga.de, www.dehoga.de


Übersicht der aktuellen Beschränkungen für das Gastgewerbe in Bayern

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Beschränkungen und Regelungen für das Gastgewerbe. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass bei Verstößen gemäß Infektionsschutzgesetz Bußgelder bis zu 25.000 €, Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren drohen können.

Hier gehts zur Verordnung vom 01.10.2020, zur Änderungsverordnung vom 16.10.2020, zur Änderungsverordnung vom 18.10.2020,zum Hygienekonzept Gastronomie, zum Hygienekonzeptes Beherbergung und Änderungen des Hygienekonzeptes Beherbergung.

Wichtigste Keyfacts für die Öffnung des Gastgewerbes in Bayern:

  •  Gültigkeit der aktuellen Vorgaben für die Öffnung gastgewerblicher Betriebe vom 19.10.2020 bis 08.11.2020.
  • Gilt für Gastronomiebetriebe jeder Art und für den Betrieb von Hotels und Beherbergungsbetrieben (Seit 19.09.2020 dürfen auch Bars und Kneipen in Bayern wieder öffnen - unter Auflagen).
  • Clubs, Diskotheken und vergleichbare Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen.

  • Vorgaben für die Öffnung der Gastronomie:
    • Keine eingeschränkten Öffnungszeiten.
    • Bei Gästen, die der aktuellen Kontaktbeschränkung unterfallen: Mindestabstand 1,5 m oder geeignete Trennvorrichtungen.
    • Maximal 2 Haushalte an einem Tisch bzw. Gruppen von bis zu 10 Personen aus verschiedenen Haushalten.
    • Für das Personal im Servicebereich oder in Bereichen, in denen ein Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, sowie für die Gäste, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden, gilt Maskenpflicht.
    • Um eine Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19-Falles unter Gästen oder Personal zu ermöglichen, ist eine Dokumentation mit Angaben von Namen und sicherer Erreichbarkeit (Telefonnr. oder E-Mail-Adresse bzw. Anschrift) einer Person je Hausstand und Zeitraum des Aufenthaltes zu führen. Die Daten sind nach Ablauf eines Monats zu vernichten.
    • Tische im Innenbereich sind grundsätzlich vorab zu reservieren. Gruppenreservierung für mehrere Tische ist unzulässig. Auch bei Spontanbesuchen sind Kontaktdaten aufzunehmen.
    • Eine Bewirtung wird an Tischen durchgeführt. Gäste müssen an Tischen platziert werden.
    • Jeder Betrieb hat über ein Lüftungskonzept zu verfügen.
    • Ein Schutz- und Hygienekonzept ist auszuarbeiten.
    • In geschlossenen Räumen ist Tanzen nicht zulässig, soweit es sich nicht um eine nach der Verordnung zulässige Veranstaltung handelt.
    • Aushangpflicht Gästeinformationen.
    • Die Betriebe schulen ihre Mitarbeiter (innerbetriebliche Maßnahmen) und berücksichtigen dabei deren speziellen Arbeits- und Aufgabenbereich, ihre Qualifikation und sprachlichen Fähigkeiten. Die Mitarbeiter werden über den richtigen Umgang mit Mund-Nasen-Bedeckung und allgemeine Hygienevorschriften informiert und geschult.
    • Seit 19.09.2020 dürfen auch Bars und Kneipen in Bayern wieder öffnen. Für erlaubnispflichtige Schankwirtschaften gilt ergänzend: 1. In geschlossenen Räumen muss die Bedienung am Tisch erfolgen; Abgabe und Verzehr von Getränken an der Theke oder am Tresen sind nicht zulässig. 2. In geschlossenen Räumen ist Musikbeschallung und -begleitung nur als Hintergrundmusik zulässig, soweit es sich nicht um nach dieser Verordnung zulässige Veranstaltungen handelt.
    • Details ergeben sich aus der oben verlinkten Verordnung und dem „Hygienekonzept Gastronomie.“
  •  Vorgaben für die Hotelöffnung:

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots ist in Bayern am 16.10.2020 ausgelaufen. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, "wir belassen es dabei", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag (16.10.2020) der Deutschen Presse-Agentur. Zur Begründung sagte Herrmann, dass man darauf setze, dass die Länder die Beschlüsse der Bund-Länder-Vereinbarung aus dieser Woche umsetzten. Herrmann betonte, dass das Beherbergungsverbot aber weiter im "Instrumentenkasten" für den Kampf gegen die Pandemie enthalten bleibe. Sollte es notwendig werden, könne es somit wieder angewendet werden.

  •  1,5 Meter Abstand zwischen Gästen, die der aktuellen Kontaktbeschränkung unterliegen. Gäste, die der aktuellen Kontaktbeschränkung unterfallen, dürfen nicht zusammen in einem Zimmer oder einer Wohneinheit untergebracht werden.
  • Maskenpflicht für Personal im Servicebereich, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann und für Gäste, solange sie sich nicht am Tisch des Restaurantbereichs oder in ihrer Wohneinheit aufhalten.
  • Soweit in Kassen- und Thekenbereichen durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist, entfällt die Maskenpflicht für das Personal.
  • Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept sowie, falls Gästeparkplätze zur Verfügung gestellt werden, ein Parkplatzkonzept auszuarbeiten.
  • Die Zulässigkeit von Massagebehandlungen und Beauty-Anwendungen richtet sich nach der für diese Anwendungen geltenden Rechtslage. Die danach zulässigen körpernahen Dienstleistungen sind auch in den Beherbergungsbetrieben zulässig.
  • Die Nutzung von zugehörigen Schwimmbädern, Saunen, Wellness- und Fitnessbereichen richtet sich nach der für solche Einrichtungen geltenden Rechtslage.
  • Details ergeben sich aus der oben verlinkten Verordnung und dem „Hygienekonzept Beherbergung“
  •  Spezielle Vorgaben für Veranstaltungen:
    • Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden (insbesondere Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen) sind mit bis zu 100 Teilnehmern in geschlossenen Räumen oder bis zu 200 Teilnehmern unter freiem Himmel gestattet, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen kann. Kinder werden unabhängig vom Alter bei der Zahl der Personen mitgezählt. Abweichend davon gelten die Gastronomieauflagen, wenn die Veranstaltung in einem gastronomischen Betrieb stattfindet. Die genannten Teilnehmer-grenzen gelten jedoch auch bei Veranstaltungen in einem gastronomischen Betrieb.
    • Tagungen, Kongresse und vergleichbare Veranstaltungen, die beruflich oder dienstlich veranlasst sind, sind unter folgenden Voraussetzungen zulässig: Mindestabstand von 1,5 m zwischen Personen, die der Kontaktbeschränkung unterliegen. In geschlossenen Räumen max. 100 und unter freiem Himmel max. 200 Teilnehmer. bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen beträgt die Anzahl der möglichen Teilnehmer in geschlossenen Räumen höchstens 200 und unter freiem Himmel höchstens 400. Für die Teilnehmer gilt in geschlossenen Räumen Maskenpflicht, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden oder das Wort haben. Der Veranstalter hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Für gastronomische Angebote gelten die Gastronomieauflagen. Die genannten Teilnehmergrenzen gelten jedoch auch bei Veranstaltungen in einem gastronomischen Betrieb. Bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen können die Teilnehmergrenzen überschritten werden, wenn nicht mehr als ein Besucher je 10 m2 Veranstaltungsfläche zugelassen wird.
    • Bei Detailfragen zur Durchführung von Veranstaltungen kontaktieren Sie bitte den DEHOGA-Bayern.
  • Regelungen bei örtlich erhöhter Infektionsgefahr:

Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gibt täglich auf seiner Internetseite unter www.stmgp.bayern.de die Landkreise und kreisfreien Städte bekannt, in denen laut Feststellung des Robert Koch-lnstituts oder des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eine Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 von 35 pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten wird oder vor weniger als sechs Tagen noch überschritten worden ist. In diesen Landkreisen und kreisfreien Städten gilt ab dem Tag, der auf den Tag der erstmaligen Nennung folgt, bis zum Ablauf des Tages der letztmaligen Nennung Folgendes:

  • (...) Abweichend (...) besteht Maskenpflicht auch am Platz bei Tagungen und Kongressen nach § 15 Abs. 1 sowie in Theatern, Konzerthäusern, sonstigen Bühnen und Kinos nach § 23 Abs. 2 und 3 und für die Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen nach § 10.
  • Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum und der Teilnehmerkreis von Zusammenkünften in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder auf höchstens zehn Personen beschränkt; dies gilt auch mit Wirkung für weitere Regelungen dieser Verordnung, die auf § 2 Abs. 1 Bezug nehmen, wie insbesondere die Gastronomie.
  • Der Teilnehmerkreis an nach § 5 Abs. 2 zulässigen privaten Feiern (wie insbesondere Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten) ist unabhängig vom Ort der Veranstaltung auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder auf höchstens zehn Personen beschränkt.
  • Der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen ist in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr untersagt (Sperrstunde); ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen oder mitnahmefähigen nichtalkoholischen Getränken.
  • Die Abgabe von alkoholischen Getränken an Tankstellen und durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste ist in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr untersagt. (...)
  • Die zuständige Kreisverwaltungsbehörde kann durch Allgemeinverfügung Ausnahmen anordnen, wenn die Neuinfektionen auf ein klar eingrenzbares Ausbruchsgeschehen zurückzuführen sind. Sie kann ferner in begründeten Einzelfällen Ausnahmen zulassen, soweit dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

Bei einer Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 von mehr als 50 pro 100 000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen gilt Folgendes: 

  • (...) Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum und der Teilnehmerkreis von Zusammenkünften in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder auf höchstens fünf Personen beschränkt; dies gilt auch mit Wirkung für weitere Regelungen dieser Verordnung, die auf § 2 Abs. 1 Bezug nehmen, wie insbesondere die Gastronomie.
  • Der Teilnehmerkreis an nach § 5 Abs. 2 zulässigen privaten Feiern (wie insbesondere Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten) ist unabhängig vom Ort der Veranstaltung auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder auf höchstens fünf Personen beschränkt.
  • Der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen ist in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr untersagt (Sperrstunde); ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen oder mitnahmefähigen nichtalkoholischen Getränken.
  • Die Abgabe von alkoholischen Getränken an Tankstellen und durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste ist in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr untersagt.