Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
(DEHOGA Bundesverband)


Am Weidendamm 1 A, 10117 Berlin
Fon 030/72 62 52-0, Fax 030/72 62 52-42
info​[at]​dehoga.de, www.dehoga.de


Corona-Krise trifft Gastronomie hart: Umsätze von März bis August 2020 sanken um 40,5 % gegenüber Vorjahreszeitraum

Auch nach der Wiedereröffnung ist die Branche aufgrund von Abstandsgeboten, Kapazitätsbegrenzungen und Reisebeschränkungen von Normalumsätzen weit entfernt. Von März bis August weist das Statistische Bundesamt ein reales Umsatzminus von 40,5 Prozent aus.

WIESBADEN – Regionaler Lockdown, Kontaktbeschränkungen, Sperrstunde: Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen die Gastronomie besonders hart. Die Branche, zu der Restaurants und Cafés, Caterer und Bars gehören, musste seit den coronabedingten Schließungen im März massive Umsatzverluste hinnehmen: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag der Umsatz im Zeitraum von März bis August 2020 real (preisbereinigt) um 40,5 % unter dem des Vorjahreszeitraums. 

Betrachtet man die einzelnen Monate, ging der Umsatz im April mit 68,3 % gegenüber Vorjahresmonat am stärksten zurück. Seitdem haben sich die Geschäfte kontinuierlich erholt: Im August 2020 fiel der Umsatzrückgang der Gastronomie im Vorjahresvergleich mit 22,3 % schon geringer aus.

Innerhalb der Gastronomie besonders stark betroffen waren all jene Lokale, die ihr Geld mit dem Ausschank von Getränken verdienen: In dieser Sparte fiel der Umsatz von März bis August 2020 um 45,5 % geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Dagegen konnten Restaurants, Gaststätten und Imbisslokale offenbar mit Lieferdiensten und Ab-Haus-Verkäufen einen Teil des Gästeschwunds kompensieren: Hier lagen die Umsätze von März bis August 2020 um 29,3 % unter denen des Vorjahreszeitraums (Caterer: -42,1 %).

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes.

Gastgewerbeumsatz im September 2020 um 3,9 % gegenüber Vormonat gesunken

Das Gastgewerbe in Deutschland konnte im September 2020 die allmähliche Erholung der vergangenen Monate nicht fortsetzen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Daten mitteilt, fiel der Umsatz im Gastgewerbe nach Kalender- und Saisonbereinigung real (preisbereinigt) um 3,9 % und nominal (nicht preisbereinigt) um 4,4 % gegenüber August 2020. Der Umsatz lag real (kalender- und saisonbereinigt) 24,9 % unter dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Auch der Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt die Auswirkungen der Krise deutlich: Gegenüber September 2019 war der Gastgewerbeumsatz im September 2020 real 23,7 % und nominal 19,7 % geringer. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen erzielten im Vergleich zum September 2019 real 27,3 % niedrigere Umsätze. In der Gastronomie fiel der Umsatz gegenüber September 2019 real um 21,3 %. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im September 2020 um 33,5 % unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes.

Gästeübernachtungen September 2020: 13,7 % weniger als im Vorjahresmonat

Besonders Gäste aus dem Ausland blieben aus: 57,7 % weniger Übernachtungen als vor einem Jahr

Auch im September 2020 hat sich die Corona-Krise auf den Tourismus in Deutschland ausgewirkt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gab es im September 2020 nach vorläufigen Ergebnissen 41,2 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Das waren 13,7 % weniger als im September 2019.

Bei den Gästen aus dem Ausland registrierten die heimischen Beherbergungsbetriebe im September 3,4 Millionen Übernachtungen. Dies entspricht einem Rückgang von 57,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Mit 37,8 Millionen Übernachtungen war die Entwicklung bei den inländischen Gästen zwar weniger rückläufig, dennoch sanken die Übernachtungszahlen um 4,7 % im Vergleich zum September 2019.

Von Januar bis September 2020 konnten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 253,4 Millionen Übernachtungen verbuchen. Das waren 34,5 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Nur 225,0 Millionen Übernachtungen inländischer Gäste wurden in diesem Zeitraum verzeichnet (-29,0 %). Noch deutlicher war der Einbruch bei den ausländischen Gästen: 28,4 Millionen Übernachtungen bedeuteten hier ein Minus von 59,3 %.

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes.