Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
(DEHOGA Bundesverband)


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Förderprogramm „Ausbildungsplätze sichern!“

Seit dem 1. August 2020 können kleine und mittlere Ausbildungsunternehmen (bis 249 Beschäftigte), die von der Corona-Krise betroffen sind, verschiedene finanzielle Hilfen für betriebliche duale Ausbildung beantragen. Die folgenden Förderungen können ab sofort bei den Arbeitsagenturen beantragt werden:

  • Ausbildungsprämie von 2.000 € für jede zwischen 1. August 2020 und 15.  Februar 2021 neu begonnene Berufsausbildung, wenn das Ausbildungsniveau im Vergleich zu den drei vergangenen Ausbildungsjahren beibehalten wird. Die Bescheinigung, des mindestens gleichen Ausbildungsniveaus muss auf dem Formular der Bundesagentur für Arbeit bei der zuständigen IHK eingeholt werden.
  • Ausbildungsprämie plus in Höhe von 3.000 €, wenn das Ausbildungsniveau im Dreijahresvergleich gesteigert wird
  • Zuschuss zur Ausbildungsvergütung in Höhe von 75 % der gezahlten Ausbildungsvergütung (Arbeitgeber-Brutto) für die Monate August bis Dezember 2020, wenn im jeweiligen Monat im Betrieb oder der Betriebsabteilung Kurzarbeit von mindestens 50 % durchgeführt wurde und die Ausbildungsbetriebe dennoch ihre Auszubildenden und deren Ausbilder nicht in Kurzarbeit bringen oder halten. Die Fortsetzung der Ausbildung muss der BA unverzüglich angezeigt werden. Der Antrag auf den Zuschuss ist rückwirkend für jeden Monat zu stellen.
  • Insolvenz-Übernahmeprämie von 3.000 € für ein KMU, das zwischen August und Dezember 2020 Auszubildende eines Corona-bedingt insolventen anderen KMU übernimmt

Alle Formulare für die Anträge und für die notwendigen Bescheinigungen, weitere Informationen zu den Förderbedingungen sowie FAQ’s und Ausfüllhinweise für die Formulare finden Sie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit unter folgendem Link: www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern .

Selbstverständlich stehen Ihnen auch die DEHOGA-Geschäftsstellen für Fragen zum Förderprogramm zur Verfügung.

Informationen zur Aus- und Weiterbildung im Gastgewerbe in Corona-Zeiten

Nach einer DEHOGA-Umfrage im Mai 2020, an der sich 1.580 gastgewerbliche Ausbildungsbetriebe beteiligt haben, geht die Mehrheit der Betriebe von deutlich negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf das Ausbildungsangebot aus. 9 % der Ausbildungsbetriebe planen für dieses Jahr keine neuen Ausbildungsverträge. 16 % werden zwar weiter ausbilden, jedoch mit weniger Plätzen als bisher. 5 % werden wohl in Zukunft nicht mehr ausbilden. Und 7 % geben an, dass sie zwar bereits Ausbildungsverträge geschlossen haben, jedoch befürchten, diese nicht erfüllen zu können. Auch Daten der Industrie- und Handelskammern und der Bundesagentur für Arbeit lassen befürchten, dass die gastgewerbliche Ausbildung einen Corona-Schock erleiden wird.

Wir hoffen, dass die finanziellen Ausbildungshilfen der Bundesregierung den förderberechtigten Ausbildungsbetrieben des Gastgewerbes die Entscheidung für Ausbildung leichter machen. Wir appellieren an alle Ausbildungsbetriebe des Gastgewerbes, im Rahmen des betriebswirtschaftlich Vernünftigen die Einstellung von neuen Auszubildenden oder die Übernahme von Insolvenz-Azubis wohlwollend zu prüfen. Auch diesen schwierigen Zeiten sollte der Blick für die langfristige Aufgabe der Unternehmen, für mit eigener Ausbildung für die benötigten Fachkräfte vorzusorgen, nicht verloren gehen.

In den nachfolgend verlinkten FAQs Aus- und Weiterbildung geben wir Antworten auf die wichtigsten Fragen gastgewerblicher Ausbildungsbetriebe zur Ausbildung in Coronazeiten. Weiter finden Sie – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – eine Übersicht über digitale Lernangebote für die Branche.

Digitales Aus- und Weiterbildungsangebot für Hotellerie und Gastgewerbe in Coronazeiten

Rechtlicher Hinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Fragen und Antworten. Sie sollen gastgewerblichen Betrieben als eine erste Hilfestellung dienen und sensibilisieren. Die Antworten auf die Fragen stellen jedoch keine Rechtsberatung dar und vermögen eine Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt im Einzelfall auch nicht zu ersetzen. Auch können die Antworten zu medizinischen Fragen und möglichen Auswirkungen keine Beratung durch einen Facharzt oder die zuständigen Fachbehörden ersetzen.