Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
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Kurzarbeit, Arbeitsrecht & Arbeitsschutz

Im Herbst 2021 gehört ohne Zweifel das Gewinnen und Binden von Mitarbeitern zu den drängendsten Herausforderungen der gastgewerblichen Betriebe. Mitarbeiter sind während der insgesamt neun harten Lockdown-Monate abgewandert. Dennoch ist es als großen Erfolg bei der Bewältigung der Coronakrise zu bewerten, dass das Gastgewerbe 85 % seiner sozialversicherungspflichtig Beschäftigten durch die Lockdown-Monate hindurch halten konnte. Das gelang durch die intensive Nutzung von Kurzarbeit durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Seit dem Ende des zweiten Lockdowns im Mai 2021 wird kontinuierlich und schnell Personal wieder aufgebaut. Bis Juli waren nach Daten der Bundesagentur für Arbeit bereits fast 60.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse entstanden, die Beschäftigtenzahl wieder beinahe bei der Millionengrenze angelangt. Nach Schätzungen des ifo-Institutes waren im September 2021 nur noch 57.910 Beschäftigte der Branche, das entspricht 5,5 %, in Kurzarbeit.

Allerdings darf nicht übersehen werden, dass Teile der Branche noch für einige Zeit mit geringeren Umsätzen und geringerem Arbeitsanfall konfrontiert sein werden. Das gilt insbesondere für die Stadt- und Tagungshotellerie und das Eventcatering, für Restaurants, die in größerem Umfang Geschäftsreisende bewirten oder Firmenveranstaltungen durchführen, für Clubs und Diskotheken sowie für Betriebskantinen, die von der Zunahme des Homeoffice betroffen sind. Die betroffenen Betriebe und Beschäftigten werden noch einige Zeit auf das Kurzarbeitergeld angewiesen sein. 

Deshalb war es eine wichtige und richtige Entscheidung, dass die Große Koalition noch im September 2021 die Verlängerung der Corona-Sonderregeln für die Kurzarbeit, insbesondere die 100 %-ige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge, zunächst bis zum Jahresende beschlossen hat.

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