Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
(DEHOGA Bundesverband)


Am Weidendamm 1 A, 10117 Berlin
Fon 030/72 62 52-0, Fax 030/72 62 52-42
info​[at]​dehoga.de, www.dehoga.de


Übersicht der aktuellen Beschränkungen für das Gastgewerbe in Nordrhein-Westfalen

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Beschränkungen und Regelungen für das Gastgewerbe. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass bei Verstößen gemäß Infektionsschutzgesetz Bußgelder bis zu 25.000 €, Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren drohen können.

Hier gehts zur Verordnung vom 17.10.2020 und der Hygiene- und Infektionsschutzstandards.

Wichtigste Keyfacts für die Öffnung gastgewerblicher Betriebe in NRW:

  • Gültigkeit der aktuellen Vorgaben für die Öffnung gastgewerblicher Betriebe vom 17.10.2020 bis zum 31.10.2020.
  • Gilt für Hotels, Restaurants, Gaststätten, Kneipen, Bars, Shisha-Bars, Imbisse, (Eis-)Cafés, öffentlich zugängliche Mensen und Kantinen, Speisewagen und Bistros im Personenverkehr sowie ähnliche gastronomische Einrichtungen.
  • Untersagt ist der Betrieb von Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen.

  • Vorgaben für die Öffnung der Gastronomie:
    • An einem Tisch dürfen sitzen: Verwandte/Familie, Personen aus maximal zwei verschiedenen häuslichen Gemeinschaften oder max. 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten. Diese Personen müssen den 1,5 Meter Abstand untereinander nicht beachten. Zu einer weiteren Gruppe von max. 10 Personen ist der Abstand von 1,5 Metern jedoch einzuhalten. Tische sind so anzuordnen, dass a. zwischen den Tischen mindestens 1,5 m Abstand (gemessen ab Tischkante bzw. den zwischen zwei Tischen liegenden Sitzplätzen) vorliegt. Ausnahme: bauliche Abtrennung zwischen den Tischen, die eine Übertragung von Viren für den Tisch- und kompletten Sitzbereich verhindert. b. bei Sitzbereichen in der Nähe von Arbeitsplätzen (Theke etc.) ein 1,5 m Abstand zu den Bewegungsräumen des Personals eingehalten wird. Unmittelbar vor der Theke sind Sitzplätze nur mit zusätzlichen Barrieren zulässig (z. B. Plexiglas wie im Einzelhandel). Soweit Stehtische verwendet werden, gelten für deren Anordnung die Abstandsregeln entsprechend. Außerdem ist darauf zu achten, dass eine feste Zuordnung der Stehplätze zu den Tischen erfolgt, damit eine stabile Situation in Bezug auf die sich am Tisch aufhaltenden Personen vergleichbar bei Sitzplätzen gewährleistet werden kann (z.B. durch Markierungen am Boden). Gehören mehrere Tische zu einer Veranstaltung (z.B. Beerdigungskaffee usw.), darf auf Mindestabstände und Mund-Nase-Bedeckung während des gesamten Aufenthalts in der Einrichtung nur innerhalb einer festen Tischgruppe verzichtet werden.
    • Gästen muss in der Innengastronomie ein Sitz- oder Stehplatz zugewiesen werden.
    • Keine eingeschränkten Öffnungszeiten (Ausnahme: Verschärfte kommunale Regelungen, z. B. ab einem 7-Tage-Inzidenzwert von über 50 die Untersagung des Betriebs von gastronomischen Einrichtungen sowie Untersagung des Verkaufs alkoholischer Getränke zwischen 23 Uhr und 6 Uhr.)
    • Beschäftigte mit Gästekontakt müssen auch im Außenbereich eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, soweit kein alternativer Schutz im Sinne des § 2 Abs. 3 S. 3 der CoronaSchVO eingesetzt wird (falls das dauerhafte Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung zu Beeinträchtigungen führt, kann eine Bedeckung durch das Tragen eines das Gesicht vollständig bedeckenden Visiers ersetzt werden).
    • Maskenpflicht für Gäste in geschlossenen Räumlichkeiten von gastronomischen Einrichtungen außer am Sitzplatz. Sofern Personen aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können, sind die medizinischen Gründe ab 23. September 2020 durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist.
    • Kundenkontaktdaten der Gäste sowie Zeiträume des Aufenthaltes in der Innen- und Außengastronomie sind für jede Tischgruppe – unter Einholen des Einverständnisses - zu erheben. Dabei ist ausdrücklich eine einfache, auf den Tischen ausliegender Liste (einschließlich Einverständniserklärung zur Datenerhebung) für jede den Tisch nutzenden Personengruppe ausreichend. Aufbewahrungsfrist: 4 Wochen.
    • Keine Reservierungspflicht, Systeme sollen soweit möglich genutzt werden. Gästen muss in der Innengastronomie ein Sitzplatz zugewiesen werden (Sitzplatzpflicht). In der Außengastronomie ist es in Bereichen, die vom öffentlichen Raum räumlich abgegrenzt sind (z.B. durch einen Zaun, eine Mauer, Blumenkübel usw.), zulässig, Gästen anstelle eines Sitzplatzes einen Stehplatz an einem Stehtisch zuzuweisen.
    • Vor Selbstbedienungsbuffets sind Desinfektionsmittelspender vorzuhalten. Eine möglichst gute Abschirmung oder Abdeckung der Speisen (“Spuckschutz“ o.ä.) ist zusätzlich sinnvoll.
    • Aushangpflicht von Gästeinformation.
    • Gebrauchte Textilien u. ä. sind mit jedem Gästewechsel zu wechseln und bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen. Spülvorgänge für Geschirr und Gläser sollten möglichst maschinell mit Temperaturen von mindestens 60 Grad Celsius durchgeführt werden. Nur ausnahmsweise sind niedrigere Temperaturen mit entsprechend wirksamen Tensiden / Spülmitteln ausreichend.
    • Alle Gast- und Funktionsräume sind zu belüften.
    • Über Tischanordnungen und Bewegungsflächen ist eine Raumskizze zu erstellen, aus der sich die Abstände erkennen lassen. Diese ist vor Ort vorzuhalten.
    • Details ergeben sich aus der oben verlinkten Verordnung und der Anlage.
  • Vorgaben für die Öffnung von Beherbergungsbetrieben:
    • Aktuell gilt: In Hotels, Pensionen, Jugendherbergen und ähnlichen Beherbergungsbetrieben sind Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken für Personen aus einem vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales festgelegten und veröffentlichten Gebiet (Laut Auskunft des zuständigen Ministeriums sind damit keine innerdeutschen Risikogebiete gemeint) oder einer Einrichtung mit erhöhtem Infektionsgeschehen untersagt, die nicht über ein ärztliches Zeugnis in Papier- oder digitaler Form verfügen, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorhanden sind. Ein aus einem fachärztlichen Labor stammender Befund ist ein ärztliches Zeugnis. Das ärztliche Zeugnis muss sich auf eine molekularbiologische Testung stützen, die höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden ist. Maßgeblich für den Beginn der 48-Stunden-Frist ist der Zeitpunkt der Feststellung des Testergebnisses. Das Unterbringungsverbot nach Satz 1 gilt nicht für Gäste, 1. die zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst anreisen 2. die einen sonstigen triftigen Reisegrund haben (insbesondere einen Besuch eines Familienangehörigen, eines Lebenspartners oder Partners einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, die Wahrnehmung eines Sorge- oder Umgangsrechts oder den Beistand oder die Pflege schutzbedürftiger Personen), oder 3. für die das für den Beherbergungsbetrieb zuständige Gesundheitsamt in begründeten Einzelfällen auf Antrag eine Ausnahme zugelassen hat. 
    • Beherbergungsbetrieben ist die gemeinsame Nutzung eines Zimmers oder einer Unterkunft nur Personen gestattet, die von den Kontaktverboten im öffentlichen Raum ausgenommen sind.
    • Kontaktdatenaufnahmepflicht.
    • Das Gastronomieangebot ist nur unter den Gastronomieauflagen zulässig.
    • Schwimmbäder, Saunen, Wellnessbereiche und ähnliche Einrichtungen dürfen unter Auflagen und einem anlagenbezogenen Infektionsschutz- und Zugangskonzept betrieben werden (Siehe Anlage zur Coronaverordnung NRW).
    • Nutzung von gemeinschaftlichen Dusch- und Waschräumen nur bei ausreichender Belüftung und in Einzelkabinen oder Mindestabstand 1,5 m (Markierungen/Absperrungen).
    • Handdesinfektionsspender für Gäste im Eingangsbereich müssen vorhanden sein.
    • Aushang Gästeinformationen.
    • Maskenpflicht für Mitarbeiter mit direktem Gästekontakt.
    • Für Gäste gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nach § 2 Absatz 3CoronaSchVO mit Ausnahme der Sitzplätze und des Außenbereichs.
    • Mindestabstand 1,5 m ist durch organisatorische oder bauliche Maßnahmen im gesamtem Betrieb sicherzustellen.
    • Gemeinschaftliche Gegenstände entweder aus den Räumlichkeiten entfernen oder nach jedem Zimmerwechsel reinigen.
    • Allgemein zugängliche Sanitärraume mind. 2x tägl. reinigen.
    • Gebrauchte Textilien u. ä. sind mit jedem Gastwechsel zu wechseln und müssen bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden.
    • Mitarbeiterschulung.
    • Details ergeben sich aus der oben verlinkten Verordnung und der Anlage.
  • Spezielle Vorgaben für Veranstaltungen:
    • Bei Veranstaltungen und Versammlungen, die nicht unter besondere Regelungen der Verordnung fallen sind geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern (auch in Warteschlangen) zwischen Personen, die dem Kontaktverbot unterliegen, und gegebenenfalls zur Umsetzung einer Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sicherzustellen. Außer im Freien ist zudem die einfache Rückverfolgbarkeit sicherzustellen. Wenn die Teilnehmer während der Veranstaltung oder Versammlung auf festen Plätzen sitzen, kann für die Sitzplätze das Erfordernis eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen durch die Sicherstellung der besonderen Rückverfolgbarkeit ersetzt werden. In geschlossenen Räumen ist außerhalb des Sitzplatzes eine Mund- Nase-Bedeckung zu tragen. Bei Veranstaltungen mit mehr als 300 Teilnehmern ist ein besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept gemäß § 2b der Verordnung notwendig.
    • Gastronomische Betriebe dürfen abgetrennte und gut zu durchlüftende Räumlichkeiten für nach dieser Verordnung zulässige Veranstaltungen und Versammlungen unter den dafür geltenden Voraussetzungen zur Verfügung stellen.
    • Gesellige Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt. Ausnahme: Herausragender Anlass mit max. 150 Teilnehmern (Hochzeit, Taufen, Geburtstage, Jubiläen, Beerdigung etc.).
    • Ein Fest nach § 13 Absatz 5 CoronaSchVO kann in der gastronomischen Einrichtung in vom übrigen Gastverkehr abgetrennten Räumlichkeiten mit höchstens 150 Teilnehmern ohne Einhaltung des Abstandsgebots und ohne Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung seitens der Teilnehmer durchgeführt werden, soweit geeignete Vorkehrungen zur Hygiene und zur einfachen Rückverfolgbarkeit sichergestellt sind. Dabei müssen folgende Vorgaben aus den „Hygiene- und Infektionsschutz-standards“ nicht eingehalten werden: Beschränkung des erlaubten Personenkreises, Reservierungsempfehlung, Sitzplatzpflicht, Tischabstand, Verbot von offenen Gebrauchsgegenständen, Tellergerichtvorgabe, Einschränkung bei Selbstbedienbuffets. Bei 7-Tage-Inzidenz nach den täglichen Veröffentlichungen des Landeszentrums Gesundheit über dem Wert von 35 gilt eine Teilnehmerhöchstgrenze von 50 Personen. Ab einem Inzidenzwert von 50 gilt eine Teilnehmerhöchstgrenze von 25 Personen.
    • Aus Gründen des Vertrauensschutzes gilt für Feste, die spätestens am 10. Oktober 2020 bei der zuständigen Behörde schriftlich angezeigt worden waren und im Monat Oktober 2020 stattfinden sollen, die bisherige Rechtslage fort, das heißt: die Höchstteilnehmerzahl beträgt 150 Personen, wenn die 7-Tages-Inzidenz in dem Kreis beziehungsweise der kreisfreien Stadt, in der das Fest stattfinden soll, nicht über dem Wert von 35 liegt, bei der Anzeige die für die Durchführung der Veranstaltung verantwortlichen Personen mit Name, Anschrift und Telefonnummer sowie der Ort der Veranstaltung, die Art der Veranstaltung und die voraussichtliche Teilnehmerzahl benannt sind, die voraussichtliche Teilnehmerzahl so präzise wie möglich angegeben ist sowie der oder die Verantwortliche die Teilnehmerliste aufgestellt hat und sie während der Veranstaltung aktualisiert.
    • Details ergeben sich aus der oben verlinkten Verordnung. Bei Detailfragen zur Durchführung von Veranstaltungen kontaktieren Sie bitte den DEHOGA Nordrhein-Westfalen.
  • Besondere Regelungen bei regionale Infektionsgeschehen:
    • Weitere Einschränkungen ab 7-Tages-Inzidenz von 35 bzw. 50 bezogen auf einen Kreis oder eine kreisfreie Stadt möglich, z. B.  ab einem Inzidenzwert von über 50 die Untersagung des Betriebs von gastronomischen Einrichtungen zwischen 23 Uhr und 6 Uhr sowie Untersagung des Verkaufs alkoholischer Getränke zwischen 23 Uhr und 6 Uhr.